Case Studies

Sensorleisten-Verklebung

Wenn Kleben mehr kann als Halten

Eine Sensorleiste, die den Kofferraum durch Fußbewegung öffnet, sollte künftig geklebt statt geclipst werden. Doch das Material setzte Lösemittel frei, ein Substrat musste geprimert werden, das andere durfte es nicht. 

INNO TAPE kombinierte zwei Klebebänder mit unterschiedlichen Eigenschaften und übernahm zusätzlich die komplette Aufbringung – vom Primern bis zur Rückverpackung.

Das Ergebnis: einbaufertige, geprüfte Teile und stabile Prozesse in nur neun Monaten.

Erfahren Sie in unserer Case Study, wie individuelle Materialkombinationen komplexe Anforderungen lösen.

Ausgangssituation

Bei modernen Fahrzeugen öffnet sich der Kofferraum per Fußbewegung unter dem Stoßfänger – ermöglicht wird dies durch eine
integrierte Sensorleiste. Diese war in diesem Fall ursprünglich geclipst, sollte künftig jedoch geklebt werden. 

Technische Herausforderungen 

Bereits in den ersten Gesprächen wurde klar: Mit einem Standard-Klebeband war die Anwendung nicht realisierbar. 

Das Trägermaterial der Sensorleiste aus PVC setzt im Laufe der Zeit Lösungsmittel frei, die die Verklebung angreifen können. Daher musste eine Seite der Leiste geprimert werden, um eine Barriere zu schaffen – die andere Seite hingegen durfte nicht vorbehandelt werden, da der Produktionsprozess keine zusätzliche Arbeitsschritte zuließ.

Hinzu kam ein Klebespalt von über zwei Millimetern, der für marktübliche Klebebänder zu groß war. Zudem hatte der Kunde bislang
keine Erfahrung mit Klebebandlösungen und benötigte daher umfassende Unterstützung in Entwicklung und Verarbeitung.

Zielsetzung 

Ziel war es, die bislang geclipste Sensorleiste durch eine klebebasierte Befestigung zu ersetzen, um mehr Designfreiheit zu ermöglichen, Bauteilgewicht zu reduzieren und gleichzeitig eine prozesssichere, reproduzierbare Montage zu gewährleisten.

Unsere Lösung

Wir entwickelten gemeinsam mit dem Kunden ein zweistufiges Konzept:

1. Materialkombination

  • Eine speziell angepasste Kombination aus zwei Klebebändern wurde entwickelt:
  • Ein Basisprodukt für die geprimerte Seite.
  • Ein Produkt mit exzellenter Haftung auf niederenergetischen Kunststoffen für die zweite Seite ohne zusätzliche Vorbehandlung.

So konnte der Spalt sicher überbrückt und die Haftung auf beiden Materialien gewährleistet werden – ohne Prozessänderung beim Kunden.

2. Aufbringungsservice:

Auf Kundenwunsch übernahmen wir auch die komplette Aufbringung des Tapes:

  • Entnahme der vormontierten Sensorleisten aus der Originalverpackung
  • Reinigung und Primern der Oberfläche 
  • Aufbringen des Klebebands
  • Rückverpackung der Teile

Damit erhielt der Kunde ein einbaufertiges Produkt, das direkt in den Montageprozess integriert werden konnte – ohne zusätzlichen
Aufwand im Werk.

Das Ergebnis

Nach rund neun Monaten Entwicklungszeit stand die serienreife Lösung: Eine stabile, prozesssichere und wirtschaftliche Verklebung, die höchste Anforderungen an Haftung, Materialverträglichkeit und Verarbeitung erfüllt.

Auf einen Blick

  • individuelle Materialkombination
  • keine Prozessänderung beim Kunden nötig
  • sicheres Überbrücken von > 2 mm Klebespalt
  • komplette Aufbringung durch INNO TAPE
  • einbaufertiges Bauteil in Serienqualität
Warum INNO TAPE

Mit fast 20 Jahren Erfahrung im Klebeband-Converting für die Automobilindustrie verbinden wir technisches Know-how mit Prozessverständnis. Wir denken weiter als bis zum Klebeband – wir denken bis zur optimalen Montage. Vom Muster bis zur Serienfertigung entwickeln wir Lösungen, die funktionieren: technisch, wirtschaftlich und prozesssicher.

Egal, wie weit Sie im Projekt sind: 

Wir unterstützen Sie und nehmen Ihnen die Arbeit ab: Partnerschaftlich, herstellerunabhängig, flexibel und schnell.

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