Ein Premium-OEM suchte nach einer schnellen, sicheren und reproduzierbaren Lösung, um Heckseitenspoiler direkt nach dem
Fertigungsprozess mit einer Schutzfolien zu versehen.
Wir entwickelten nicht nur die optimale Foliengeometrie, sondern gemeinsam mit einem
Vorrichtungsbauer auch eine teilautomatisierte Anlage – angebunden in die bestehende Spritzgusslinie und serienreif umgesetzt.
Das Ergebnis: präzise Abdeckung, hohe Taktfähigkeit und ein effizienter, abfallarmer Prozess.
Ein Zulieferer stand vor der Aufgabe, vier Baureihen von Heckseitenspoilern, die er für einen Premium-Automobilhersteller produziert, mit einer Schutzfolie zu versehen – präzise, prozesssicher und in hoher Stückzahl. Wir sind seit vielen Jahren Partner des Kunden für Klebebänder und Schutzfolien.
Im Zuge der Anfrage stellte sich die Frage: Können wir neben der Schutzfolie auch eine Lösung für die teilautomatisierte Aufbringung liefern? Unsere Antwort: Ja – gemeinsam mit einem erfahrenen Vorrichtungsbauer.
Die Geometrie des Bauteils war komplex: Die Schutzfolie ließ sich nicht einfach zweidimensional auslegen, sondern musste exakt an die 3D-Konturen angepasst werden. Damit sie später spannungsfrei sitzt, sauber anliegt und im Prozess schnell appliziert werden kann, brauchte es:
1. Analyse & Datenbasis
Der Kunde stellte uns die 3D-Datensätze der Spoiler-Bauteile bereit. Auf Basis dieser Modelle entwickelten wir die optimierte 3D-Abwicklung der Schutzfolie – inklusive Positionierlöchern und Perforationen für die nachfolgenden Prozessschritte.
2. Entwicklung der Foliengeometrie
Die Schutzfolie musste sich trotz der Bauteilgeometrie sauber anlegen lassen. Durch die komplexe Flächenabwicklung stellten
wir sicher, dass:
3. Konstruktion der Applikationsvorrichtung
Gemeinsam mit dem Vorrichtungsbauer entwickelten wir ein teilautomatisiertes System mit einheitlichem Grundgestell – für alle vier
Baureihen. Nur die Bauteilaufnahme variiert. Das spart Kosten und verkürzt die Konstruktionszeiten.
1. Einlegen des Bauteils
Das Spoilerbauteil wird direkt aus der Spritzgussfertigung per Förderband an die Applikationsanlage übergeben und in die Vorrichtung eingelegt.
2. Positionieren & Spannen der Schutzfolie
Die Folie wird über das Bauteil gezogen. Integrierte Positionierlöcher sorgen für korrekte Spannung und exakte Ausrichtung.
3. Teilautomatisierter Andruck
Ein in die Anlage integrierter Andruckroller bringt die Folie gleichmäßig auf einem Großteil der Fläche auf.
4. Abtrennen der ersten Fläche
Eine definierte Perforation ermöglicht das schnelle Trennen des Folien-Restgitters.
5. Manuelle Seiten-Anlage
Die nun noch überstehende Folie kann per Hand angelegt werden, sodass alle Bereiche mit Schutzfolie bedeckt sind.
Prozess & Qualität
Kosten & Effizienz
Eine teilautomatisierte, serienreife Lösung für vier Baureihen – inkl. optimierter Schutzfolien-Geometrie, Vorrichtungskonzept und Materialauswahl.
Für den Kunden bedeutet das: schnellere Abläufe, weniger Risiko, niedrigere Kosten und ein sauberer Prozess vom Spritzguss bis zur Verpackung.
Mit fast 20 Jahren Erfahrung im Klebeband-Converting für die Automobilindustrie verbinden wir technisches Know-how mit Prozessverständnis. Wir denken weiter als bis zum Klebeband – wir denken bis zur optimalen Montage. Vom Muster bis zur Serienfertigung entwickeln wir Lösungen, die funktionieren: technisch, wirtschaftlich und prozesssicher.
Egal, wie weit Sie im Projekt sind:
Wir unterstützen Sie und nehmen Ihnen die Arbeit ab: Partnerschaftlich, herstellerunabhängig, flexibel und schnell.